Hüftprotektoren können Schenkelhalsfrakturen verhindern

Stürze sind bei Menschen etwas sehr häufiges. Nicht nur im Altern, sondern auch in jungen Jahren gehören Stürze zum Alltag. Kinder und jugendliche stürzen viel häufiger als ältere Menschen, mit einem grossen Unterschied: Sie verletzen sich so gut wie nie bei einem „einfachen“ Sturz. Im Alter ist das anders, bereits unscheinbare Ereignisse führen oft zu schwerwiegenden Verletzungen und ziehen lange Behandlungsphasen nach sich. Aus diesem Grund ist die Sturzprophylaxe ab 65Jahren ein zentrales Thema. Nicht nur die Sturzprophylaxe, sondern auch die Verletzungsvorsorge mit Hüftprotektoren gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung.

Ein einfacher Sturz mit grossen Folgen

Alleine in der Schweiz geht man von über 300’000 Stürzen pro Jahr aus. Etwa einen Viertel davon sind Menschen über 65Jahren. Dies bedeutet um die 70’000 Stürze ereignen sich bei hochgefährdeten Personen. So kommt es in der Schweiz jährlich zu ca. 8’000 schweren Hüftverletzungen, namentlich die Schenkelhalsfraktur.

Schenkelhalsfrakturen können zwar gut behandelt werden, trotzdem ist es einer der Hauptgründe für eine permanente Einweisung im Alten- oder Pflegeheim. Nicht selten sind wochenlange Spitalaufenthalte und nachfolgende ambulante Behandlungen nötig, bis eine vertretbare Selbstständigkeit erreicht wird. Schützen Sie sich daher frühzeitig mit wirksamen Hüftprotektoren.

Vorsorge mit Hüftprotektoren

Stürze können nicht zu 100% verhindert werden. Sie können jedoch Einfluss auf das Ausmass der Verletzung nehmen. Wer mit dem Motorrad auf der Strasse fährt trägt ein Helm, im Auto gurtet man sich an und auf hoher See trägt man eine Schwimmweste. Warum gehören also Hüftprotektoren nicht zur alltäglichen Ausrüstung bei älteren, sturzgefährdeten Menschen?

Hüftprotektoren sind wie normale Unterwäsche anzuziehen, nur dass sie die so wichtigen Protektoreinheiten aufnehmen. Diese visko-elastischen Einsätze dämpfen im Fall eines Sturzes die Kraft und schützen so zuverlässig vor ernsthaften Verletzungen. Studien haben gezeigt, dass der Einsatz von Hüftprotektoren das Risiko einer Schenkelhalsfraktur um bis zu 75% reduzieren kann.

Weitere Sturzprophylaxe-Massnahmen

Neben dem Tragen von hochwertigen Hüftprotektoren gibt es natürlich noch viele weitere Massnahmen, welche Stürze mit Verletzungen verhindern sollen. Folgende Überlegungen sind zu machen:

  • Ist das Sehvermögen optimal korrigiert? Häufig passieren Stürze, weil eine Stufe oder ein Hindernis nicht richtig erkannt wird.
  • Ist die Beleuchtung ausreichend? Nicht selten passieren Stürze in der Nacht bei Dunkelheit. Achten Sie daher auf eine gute Ausleuchtung der Wohnung. Übrigens, Hüftprotektoren können und sollen auch nachts getragen werden.
  • Sind unnötige Hindernisse, Kabel oder Teppiche aus dem Weg geräumt?
  • Regelmässige Spaziergänge fördern die Koordination und geben Sicherheit.
  • Gutes Schuhwerk ist Voraussetzung für einen sicheren Gang.
  • Nehmen Sie sich nötigenfalls eine Gehilfe zur Hand.

Author: Sanitätsbedarf

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