Andreas Schrobback über die Schwachstellen des Steuersparmodells

Denkmalgeschützte Immobilien bieten mögliche Vorteile bei der Steuererhebung und können daher als Kapitalanlage interessant sein. Welche Voraussetzungen das Objekt hierfür erfüllen muss, erfahren Sie von Andreas Schrobback.

Die Sonder-AfA für Baudenkmäler kann höher ausfallen als die Abschreibung bei normalen Immobilien. Wenn Sie das Objekt vermieten, können Sie die Kosten für erforderliche Sanierungen, sofern genehmigt, über insgesamt zwölf Jahre von der Steuer absetzen. Sie sollten beim Kauf einige Kriterien beachten, sodass die denkmalgeschützte Immobilie auch wirklich zur profitablen Investition wird.

Risiken lauern beim Erwerb von überteuerten Baudenkmälern

Sie sollten nicht unberücksichtigt lassen, dass auch der Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie sorgfältig geplant und abgewogen werden sollte. In das erstbeste Angebot zu investieren, ist keine empfehlenswerte Vorgehensweise. Insbesondere wenn Sie Ihre Entscheidung allein anhand des Verkaufsprospektes treffen, das die Vorteile wirkungsvoll herausstellt. Einige Bauträger und Projektentwickler nehmen bei der Kalkulation der Verkaufspreise hohe Aufschläge vor, ohne dass diese tatsächlich gerechtfertigt sind. Begründet wird dies lediglich mit den hohen Abschreibungssätzen, die Sie als möglichen Vorteil bei Ihrer Steuererklärung nutzen könnten.

Sie sollten für eine Immobilie allerdings nur so viel bezahlen, wie sie auch Wert ist. Andernfalls haben Sie mit Verlusten zu rechnen, wenn Sie das Objekt zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkaufen möchten. Vergleichen Sie daher den geforderten Betrag mit dem Marktpreis. Dadurch lässt sich schnell feststellen, ob die Immobilie im Vergleich zu einem ähnlichen Objekt am Standort überteuert angeboten wird. Der Wert für eine Denkmalschutzimmobilie ist nicht grundsätzlich höher anzusetzen als Vergleichsobjekte ohne Bauauflagen.