Mit Kind und Kegel versichert – Privat oder Gesetzlich

Kiel, 7.3.2012. Jens Ranke, Single und gutverdienend, ist seit Jahren privat versichert und fühlt sich wohl. Bekommt er doch die beste Behandlung, den Chefarzt und das beste Zimmer in der Klinik, gute Medikamente, schnelle Termine für Untersuchungen und jedwede Unterstützung seiner privaten Krankenkasse (PKV) in allen Fragen der Gesundheitsfürsorge. So weit ist also alles in Butter.

Doch nun hat sich Jens verliebt, in Heidi. Es wird geheiratet. Heidi ist versichert in der gesetzlichen Krankenkasse – aber Jens will – dass Heidi auch die beste Versorgung bekommt und meldet Heidi auch in seiner privaten Versicherung an, als Familienmitglied. Heidi bekommt einen guten Tarif bei der PKV und fühlt sich nun auch wohl. Und da Jens und Heidi so verliebt sind, werden sie auch bald Eltern, von Zwillingen. Monate später geht Heidi nicht mehr arbeiten und Lisa und Mona sind dazu gekommen, die Kinder von Heidi und Jens. Und nun müssen die auch versichert werden. Nämlich privat – wegen Jens – denn der ist auch privat und die Heidi ja auch. Oje, denkt sich Jens, jetzt wird es aber teuer. Die Heidi geht nicht mehr arbeiten und die Kinder gehen auch nicht arbeiten, aber alle sind in der PKV. Jens sucht den besten PKV Tarif heraus, aus dem Internet, versteht sich. Da sind die ganzen PKV Tarif Online Rechner, die sind nützlich. Aber trotzdem – nun muss Jens viel arbeiten. Denn es müssen viele Prämien bezahlt werden. Aber Jens ist sehr fleißig und verdient viel Geld und so sind sie trotzdem glücklich, weil alle die beste Versorgung erhalten.

War es gut für Jens, seine Frau mit in die PKV Private Krankenversicherung zu nehmen ? Wäre es nicht besser gewesen, seine Frau in der GKV zu lassen und lediglich eine Zusatz-Versicherung ab zu schließen ? Nun – es kommt immer auf die Lebensumstände an. Ist es so gut wie sicher, dass man immer gut verdient und auch ein Polster für die Familie hat, so kann man sich getrost komplett privat versichern. Denn die Vorteile der PKV Private Krankenversicherung liegen klar auf der Hand. Es ist nicht abzustreiten, dass privat Versicherte eine komfortablere Behandlung bekommen und einen besseren Status erhalten. Und wenn man dauerhaft sehr gut verdient, können einem die steigenden Prämien und die teilweise erheblichen Erhöhungen der Prämien auch nichts anhaben. Und vielleicht hat man ja auch Glück und ist von Hause aus so gut bestellt, dass man sich um seine Private Vorsorge nicht und niemals zu kümmern braucht.

Aber das ist ja schließlich nicht der Regelfall. Denn – wie in unserem Beispiel gezeigt – können sich die Lebensumstände sehr schnell ändern und aus einer Person werden auf einmal zwei oder drei oder sogar mehr. Jens muss nun für sich, seine Ehefrau und für jedes Kind einzeln die Prämien bezahlen. Da kommt eine hübsche Summe zusammen. Günstiger wäre es für die Familie, wenn Heidi sich in der GKV geblieben wäre – dann könnte sie die beiden Kinder mitversichern. Sie zahlt zwar als freiwilliges Mitglied einen recht hohen Betrag, doch die Kinder sind dann kostenlos automatisch mitversichert. Und das macht sich im Laufe der Jahre sicher bemerkbar. Denn die Prämien der PKV steigen dynamisch für jedes Mitglied an. Und so kann es passieren, dass die Kosten auf einmal so hoch sind, dass sie kaum noch zu leisten sind.