Neuer Internet Suchdienst am Start

Palma/Düsseldorf 24.4.2012. Im Dezember vergangenen Jahres nahm die neue Internet-Suchmaschine MagicKeys ihren Probebetrieb auf. Heute ist es so weit: Die Webseite ist nun frei zugänglich und bietet eine Alternative zu einer Suche bei den etablierten Platzhirschen wie dem mit rund 90% Marktanteil in Deutschland dominierenden US Konzern Google. Der Geschäftsführer von Future Time, der Betreiberfirma des ambitionierten Projektes, Heinrich Müller (28), verspricht: „Mit Magic Keys wird das Finden ein schnelles und effizientes Erlebnis.”

Das Geheimnis der magischen Schlüssel zum Wissen im Netz (magickeys.net) liegt in einem neuen, unbestechlichen Suchalgorithmus, der eigene Web-Crawler und –Spiderfunktionen mit den Ergebnissen anderer Suchdienste abgleicht und damit Fehlinterpretationen vermeiden hilft. Und das ganz Ganze in rasend schneller Geschwindigkeit dank modernster Cache-, Index- und Hardwarekombination. Müller, der in Russland, China, Deutschland und Mallorca ausgebildet wurde, sieht in seiner Suchmaschine nicht nur die Möglichkeit, durch überzeugende Technik ein solides Unternehmen aufzubauen, sondern auch eine gesellschaftliche Mission. Das Weltwissen verlagert sich immer mehr in das Internet. Durchsucht wird dieses Weltwissen heute bei rund 90% der Anfragen durch ein einziges Unternehmen, Google. Google hat als alleiniger Weltmarktführer in vielen westeuropäischen Ländern Marktanteile von über 90% und kratzt in manchen Ländern, wie beispielsweise Bulgarien, fast an der 100% Marke.

Heute ist nicht nur der Begriff „Suchen” dem Wort „Googeln” gewichen. Diese Alleinstellung und fast monopolistische Verwaltung des Weltwissens mag Skepsis hervorrufen. Nichtsdestotrotz werden wichtige Lebens-, Politik- und Wirtschaftsentscheidungen getroffen, ohne andere Quellen als das global verfügbare und über den Marktführer durchsuchte Netzwissen zu kennen. Es erscheint so nur logisch, dass die informelle Macht eines Giganten der Suchmaschinenindustrie gewaltig ist. Ein Wert, der das inzwischen verdiente Riesenvermögen möglicherweise noch übersteigt. Und das, obwohl der Mega-Konzern nach eigenen Angaben inzwischen über ein liquides Vermögen von mehr als 50 Milliarden Dollar verfügt.

Müller sieht in dieser Monopolisierung des Wissens bzw. der Informationsrecherche die Gefahr, dass durch einseitige Methodik, schlimmstenfalls durch ausgeklügelte Beeinflussung der Ergebnisfindung, eine massive Veränderung der gesellschaftlichen und politischen Prozesse sowie eine einseitige Steuerung der Käuferströme im Internet stattfinden könne. Eine derartige Situation hat es in der Weltgeschichte noch nicht gegeben und das Bild der Informationsherrschaft erscheint eher nicht attraktiv.

Die drei großen Suchmaschinen aus den USA, unbestritten und mit weitem Abstand durch den Marktbeherrscher angeführt, teilen sich im Wesentlichen alleine die heute für Suchmaschinenwerbung eingesetzten Werbemilliarden. Es gibt einige asiatische und eigentlich keinen grossen in Europa ansässigen Wettbewerber. Das möchte Müller nun mit den Magic Keys ändern. Heinrich Müller, der bereits in frühester Jugend mit Elektronik-Komponenten gehandelt hat und seitdem als Unternehmer tätig ist, setzt alles auf diese Karte und hofft, mit einem sauberen, den europäischen Anforderungen des Datenschutzes entsprechenden Angebot zumindest einem Teil der Anwender eine Alternative zu den zuletzt gerade in Belangen des Datenschutzes viel diskutierten US-Anbietern geben zu können. Die notwendigen Einnahmen für den Betrieb und die Investitionen für die Magic Keys werden über Werbung finanziert. Diese Werbung soll klar und transparent angezeigt werden, ohne dass Magic Keys dabei das Nutzungsverhalten speichert oder interpretiert. Die Datensammelwut des Facebook Gründers Zuckerberg ist Müller fremd, er hält es da mehr mit dem Datenschutz durch Nichterfassung.