Der Rand ist das Geheimnis

Der Rand eines Glases hat erheblichen Einfluss darauf, wie dieses Glas benutzt werden kann. Die Ausführung des Randes kann ganz unterschiedlich sein. Er kann glatt sein, scharfkantig oder aber gebördelt. So unterschiedlich wie die Form ist auch die Herstellung der einzelnen Formen des Randes. Je nach Funktion und Form ist es sehr leicht, den Rand herzustellen oder aber sehr aufwendig. Dies bestimmt natürlich auch den Preis des Glases, das den Rand trägt. Auf www.tuuters.de kann man solche Formen schön sehen. Ein glatter, scharkantiger Rand, also ein Rand, an dem die Kanten nicht gebrochen, sprich angeschrägt sind und dadurch weniger scharfkantig, sind, ist etwa bei Reagenzgläsern sehr leicht zu fertigen und wird im laufenden Prozess erzeugt.

Reagenzgläser werden als Rohr hergestellt, dass dann abgelängt wird. Beim Ablängen entsteht bereits der Rand, der im Prinzip die Schnittkante darstellt. Diese Rohrabschnitte werden nun auf einer Seite erhitzt und in einer Form zu dem charakteristischen Boden eines Reagenzglases geformt. Durch das Durchtrennen des Glasrohres entstehen so der Rand des unteren Glases und die Bodenöffnung des oberen Glases, die dann in dem weiteren Schritt verschmolzen wird. Muss der Rand noch weiter bearbeitet werden, wird dies oftmals in einem weiteren Produktionsprozess gemacht, in welchen dann zum Beispiel die Kanten des Randes gebrochen werden. Dies wird durch ein kurzes Anschleifen mittels einer rotierenden, diamantbesetzten Schleifscheibe gemacht, an der das Glas entlang rotiert. So wird eine gleichmäßige, saubere Brechung erreicht. Eine Umbördelung des Randes, also eine Umbiegung des Randes nach außen und, beziehungsweise oder, nach unten. Je nach Einsatzzweck des Glases kommen auch unterschiedliche Randformen infrage. Auch auf die Verschließbarkeit des Reagenzglases hat die Form des Randes Auswirkung, da nicht jeder Rand gleich gut verschließbar ist. Gebördelte Ränder zum Beispiel lassen sich schlechter mit einem Korken verschließen als gerade Rändern, da früher ein Formschluss erreicht wird und so das Glas dicht verschlossen werden kann, um zum etwa leicht flüchtige Substanzen zu halten.

Author: Karamell

Ein schreibender Sozialpädaoge.